Hörgeräte-Glossar

20 Begriffe – von Audiogramm bis Technologiestufe

Kostenlos beraten lassen

Beim Thema Hörgeräte begegnen Ihnen viele Fachbegriffe – von Bauformen über technische Funktionen bis hin zur Krankenkassenabrechnung. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe verständlich und kompakt.

A B C G H I O P R S T
A
Akkulaufzeit
Gibt an, wie lange ein Hörgerät mit einer vollen Akkuladung betrieben werden kann. Moderne Lithium-Ionen-Akkus ermöglichen bis zu 24 Stunden Betriebsdauer.
Audiogramm
Grafische Darstellung des Hörvermögens. Zeigt, bei welchen Frequenzen und Lautstärken eine Person Töne wahrnehmen kann. Grundlage jeder professionellen Hörgeräte-Anpassung.
Audiologie
Wissenschaft, die sich mit dem Hören, Hörstörungen und deren Behandlung beschäftigt. Audiologen sind Fachärzte, Hörakustiker sind die handwerklich ausgebildeten Fachkräfte für Hörgeräte.
B
Bluetooth-Streaming
Technologie, die es ermöglicht, Audiosignale drahtlos von Smartphone, TV oder anderen Geräten direkt ins Hörgerät zu übertragen. Verbessert das Sprachverstehen bei Telefonaten und Medien.
C
CIC (Completely-in-Canal)
Sehr kleines Hörgerät, das fast vollständig im Gehörgang verschwindet. Höchste Diskretion, jedoch begrenzte Leistung und kein Platz für große Akkus.
G
GKV-Festbetrag
Betrag, den die gesetzliche Krankenversicherung als Zuschuss für ein Hörgerät übernimmt. Beträgt derzeit etwa 679,45 Euro pro Gerät (Stand 2024, z.B. AOK). Der verbleibende Betrag ist vom Träger selbst zu zahlen.
H
HdO (Hinter-dem-Ohr)
Klassische Hörgerätebauform, bei der das gesamte Gerät hinter der Ohrmuschel sitzt und über einen Schlauch mit dem Gehörgang verbunden ist. Geeignet für alle Schweregrade der Hörminderung.
Hörakustiker
Handwerklich ausgebildeter Fachmann (Meisterberuf) für die Anpassung und Versorgung mit Hörhilfen. Führt Hörtests durch, wählt das passende Gerät aus und passt es individuell an.
Hörminderung
Einschränkung des Hörvermögens, die in vier Schweregrade eingeteilt wird: leicht (26–40 dB), mittelgradig (41–60 dB), hochgradig (61–80 dB) und hochgradig bis an Taubheit grenzend (über 80 dB).
Hörschwelle
Der leiseste Ton, den eine Person bei einer bestimmten Frequenz gerade noch wahrnehmen kann. Wird in Dezibel (dB) angegeben.
I
IdO (Im-Ohr)
Hörgerät, das vollständig im äußeren Gehörgang sitzt. Besonders unauffällig, aber nur für leichte bis mittelschwere Hörminderung geeignet.
O
Otoplastik
Individuelle Ohrpassstücke, die für das Ohr des Trägers angefertigt werden. Sorgen für sicheren Halt und gute Schallübertragung. Werden bei vielen Hörgerätebauformen verwendet.
P
PKV-Erstattung
Erstattungsbetrag der privaten Krankenversicherung für Hörgeräte. Variiert je nach Tarif stark, liegt im Durchschnitt bei bis zu 1.500 Euro pro Gerät.
R
RIC (Receiver-in-Canal)
Bauform eines Hörgeräts, bei der der Lautsprecher (Receiver) direkt im Gehörgang sitzt. Bietet natürlichen Klang, diskretes Design und ist besonders für leichte bis mittelgradige Hörminderung geeignet.
Richtmikrofon
Mikrofontechnologie, die Schall aus einer bestimmten Richtung bevorzugt aufnimmt. Ermöglicht es, sich in lärmigen Umgebungen auf den Gesprächspartner zu konzentrieren.
Rückkopplungsunterdrückung
Digitale Funktion moderner Hörgeräte, die das störende Pfeifen (Rückkopplung) verhindert, das entsteht, wenn Schall vom Lautsprecher zurück ins Mikrofon gelangt.
S
Sprachverständlichkeit
Fähigkeit, gesprochene Sprache klar zu verstehen, besonders in lauten Umgebungen. Modernes Hörgeräte-Merkmal, das durch Richtmikrofone und digitale Signalverarbeitung verbessert wird.
T
Technologiestufe
Klassifizierung der Leistungsfähigkeit eines Hörgeräts nach Anzahl der Verarbeitungskanäle und Funktionen. Höhere Stufen (z.B. 12 oder 16) bieten mehr Anpassungsmöglichkeiten und bessere Leistung in schwierigen Hörsituationen.
Telecoil (T-Spule)
Induktive Empfangsspule im Hörgerät. Ermöglicht die Nutzung von Induktionsschleifen in öffentlichen Einrichtungen und verbessert das Sprachverstehen bei Telefongesprächen.
Tinnitus
Wahrnehmung von Geräuschen (z.B. Pfeifen, Rauschen) ohne äußere Schallquelle. Kann durch Hörgeräte oft begleitend behandelt werden, da sie die Aufmerksamkeit von internen Geräuschen weg lenken.

Noch Fragen? Wir beraten Sie kostenlos.

Unsere zertifizierten Hörakustiker beantworten Ihre Fragen persönlich – in der Filiale oder auf Wunsch bei Ihnen zu Hause.

Jetzt kostenlos anfragen

Persönliche Beratung anfragen

Ein zertifizierter Hörakustiker meldet sich innerhalb von 48 Stunden an Werktagen.

  • Kostenloser Hörtest
  • 30 Tage Probetragen
  • Hausbesuch möglich

Anfrage senden

Pflichtfelder sind mit * markiert.

Kostenlose Beratungsanfrage

Für schnückeren Rückruf empfohlen
Für die Zuweisung Ihres lokalen Akustikers
Einwilligungen

Ihre Daten werden sicher übertragen und nicht an Dritte weitergegeben.